Durchhalten …

„Wir können den Gegenwind nicht ändern, aber wir können unsere Segel anders setzen.“

Das ist das Spannende … Wenn etwas nicht geht, herauszufinden, was es braucht, damit es doch geht, nur eben … anders.
Zwischen Ganz und Garnicht liegen unendlich viele Varianten von Anders.
Wähle eine Herausforderung für einen langen Zeitraum und halte durch. Wähle eine Aufgabe, für die du wirklich brennst, deine Herzensvision.Das macht dich unglaublich stark und widerstandsfähig.

Von Sabriye Tenberken hörte und las ich das erste Mal ungefähr 2003. Die junge Frau war im Alter von 12 Jahren erblindet. Als ihr unbändiger Drang nach freiem, eigenständigem Leben sie nach Tibet führte, erschrak sie tief über die Lebensbedingungen eines kleinen, blinden Kindes dort. Um es vor Verletzungen zu schützen, war es an einem Tischbein angebunden. Es gab damals für Blinde keine Perspektive.
Sie entbrannte dafür, dies zu ändern. Sabriye „erfand“ die tibetische Blindenschrift, gründete trotz des Widerstandes durch die chinesische Besatzung eine erste „Blindenschule“ in Lhasa für wenige Kinder.
Mit einem unglaublichen Durchhaltevermögen fand sie wieder und wieder Lösungen, den Plan B und C und XY und verbesserte die Lebensbedingungen von unzähligen Menschen.

„Turn disability into possibility.“

Später brachte sie international die „Journey in 5 Steps“ auf den Weg. Das 12monatige Curriclum leitet Betroffene an, aktiv und wirksam zu werden gegen das, was zu ihrem Leiden geführt hat. Kindersoldaten werden Friedensaktivisten, vom Klimawandel Geschädigte zu Umweltaktivisten und Opfer von Gewalt gründen Schutzräume für gefährdete Kinder, Frauen, Flüchtlinge.
GRANDIOS

 

Eine Mitschülerin meines Sohnes bei der Präsentation ihrer Projektarbeit über mehrere Monate:

„Ich hatte so einen Respekt vor dem Feuer und dem ganzen Drumherum, als ich das erste Mal geschmiedet habe.
Darum habe ich Schmieden als Thema für meine Projektarbeit gewählt. Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich das in den Griff kriegen kann.

Ich hätte am liebsten zigmal alles hingeschmissen. Es war so anstrengend. Ich bin immer ins Schwitzen gekommen, weil es so heiß war im Raum, aber noch mehr, weil ich mich immer wieder überwinden musste, so richtig draufzuhauen, obwohl dann die heißen Funken durch die Gegend spritzten. Am Anfang war ich da ganz zaghaft, aber das brachte nichts, dann formte es sich einfach nicht.
Jetzt bin ich unglaublich stolz auf mich. Das Gartentor, das ich geschmiedet habe, hängt, wo ich wohne und ich gehe jeden Tag da durch.
Ich glaube, ich kann alles schaffen, wenn ich es wirklich lernen will.“

Mutig sein und durchhalten – ein Vorhaben zu einer selbstgewählten Herausforderung umsetzen und bewältigen.

Normal für Lernende in der 8. Klasse von manchen Schulen. Lucian erklärt und berichtet hier >

Das kann ich nicht, das habe ich noch nie gemacht.

Und was wäre, wenn ich es probiere und einfach lerne?

Um ein Erdkabel zu verlegen, wurde der Bagger ausgeliehen. Anfangs buddelte der Vater.
Dann entschied der Sohn mit 5,6 Jahren? …. > Das kann ich auch…. jedenfalls will ich das lernen.

Stundenlang baggerte er …… ohne Pause ….. immer perfekter ….. bis zum Abend.
Dann war der Graben fertig.

Sag ich doch > ich kann das!

Einer muss anfangen. Mit dem ersten Schritt.
Warum nicht du?

„Weißt du, wo ich vegan kochen lernen kann?“ – „Nein, aber starte doch eine Selbstlerngruppe!“ – „Das traue ich mich nicht.“ – „Was traust du dich denn? Willst du vielleicht einmal Menschen einladen, zusammen in deiner Küche ein veganes Menü auszuprobieren? Und wenn es gut war, verabredet ihr euch für ein zweites Mal?“

Daraus entstand 2013 in Gütersloh eine erste vegane Kochgruppe.  Sie trafen sich alle 14 Tage. Mehr Menschen wollten dazu kommen, aber die Küche war zu klein. Ein zweite Gruppe entstand. Dann wurden es 2 Termine jede Woche, weil manchen der Wochentag besser passte.
Nach einem Jahr beschlossen einige, nicht mehr allein zu wohnen, sondern in eine Hausgemeinschaft zu ziehen.
Später entstand ein regelmäßiges Week-out am Freitag um 18 Uhr als Treffpunkt für Veganer, wo gemeinsame Freizeitaktivitäten verabredet und Demos gegen den Schlachthof Tönnies in Gütersloh organisiert wurden. 

Entscheide dich für einen ersten Schritt.

Danach nimmt eine Entwicklung ihren Lauf.