Frieden entsteht, wenn alle eine Perspektive haben

Wie schwer uns das doch fällt…,
im Frieden zu sein mit uns selbst, oder mit Partner:in, in der Familie, am Arbeitsplatz, im Team, selbst mit besten Freund:innen.
Und wie herausfordernd es doch wird, wenn wir nicht auf Gleichgesinnte treffen, sondern Andersdenkenden und Fremden begegnen, Menschen, die in einem ganz anderen Wertesystem fühlen und handeln.

Friedlich leben – Tag für Tag

Hör wirklich zu.
Lass eigene Gedanken, Empfindungen, Reaktionen vorbeiziehen umd sprich sie nicht aus.

Bleibe mit ungeteilter Aufmerksamkeit beim Sprechenden.
Was nimmst du wahr? Welche Emotionen schwingen mit? Wann zieht ein Schatten übers Gesicht? Verändern sich Blick, Körperhaltung? Atme ruhig aus und ein.

Mitfühlen ohne Mitleiden
Achte auf eine warme, anteilnehmende, verständnisvolle innere Haltung ohne selber in  Aufregung oder intensive Emotionen zu kommen. Nimm die Emotionen wahr, ohne sie zu verstärken oder sie zu beschwichtigen.

Achte auf deine eigenen Grenzen.
Achte auf deinen inneren Spielraum. Kannst du weiter so zuhören, wie beschrieben?
Bevor du UNgeduldig wirst, sprich aus, dass du nicht gut länger zuhören kannst. 

Wenn du sprichst, dann sprich ehrlich von dir. 
Teile deine Gefühle und Bedürfnisse ehrlich mit. Beschönige sie nicht aus Höflichkeit oder um Erwartungen zu erfüllen. 
Sprich aus, welche Empfindungen und Gedanken bei dir ausgelöst werden, ohne zu vermuten oder zu behaupten, aus welchen Motiven, Wünschen, Bedürfnissen, die/der andere gesprochen hat.

Herausforderungen und Konflikte

Hör dir wirklich selber zu. Weiche nicht aus.
Dein inneres Sytem signalisiert dir unmittelbar mit körperlichen Reaktionen, wann etwas für dich nicht stimmig ist.
Wenn du die Signale ignorierst, wird es weitere Wege finden, hörbar zu werden und sei es durch Krankheit.
Wenn du dir, deinem inneren System achtsam zuhörst, wird es einfacher und klarer werden.Du bist im Frieden mit dir.

Sprich deine Wahrnehmung aufrichtig aus.
Sprich von dir und teile deine Wahrnehmung. Welche Gedanken, Befürchtungen, Hoffnungen sind damit verbunden?
Vermeide es, über den oder die andere zu sprechen und Vermutungen oder Behauptungen dazu zu äußern.

Erkenne an und respektiere andere Wahrheiten.
Mach dir beim Sprechen bewusst, dass auch vollkommen gegensätzliche Wahrnehmungen von anderen gleichzeitig „wahr“ sein können.
Sie existieren zur gleichen Zeit und sind in der individuellen Perspektive sinnvoll und wichtig.
Bewerte die andere Wahrheit nicht aus deiner Realität heraus, gib keine Ratschläge oder Kommentare

Achte auf deine eigenen Grenzen.
Sind deine Emotionen zu intensiv und hindern dich daran, achtsam und wertschätzend zuzuhören, verschiebe ein klärendes Gespräch auf einen späteren Zeitpunkt. Sorge zuerst dafür, deine innere Gelassenheit und Stabilität wieder zu erlangen.

Teile dein Bedürfnis ehrlich mit und sprich aus, was dich unterstützen würde.
Sprich aus deiner Perspektive und formuliere in ICH-Form. Sprich einfach und klar.